Welcome to Oblivion: Der bereits verlorene Krieg

 

Bist Du neugierig, warum dieser langhaarige Metaller vollkommen dreckig und gefesselt ist und seine Augen verbunden sind? Das ist keine schmutzige Fantasie oder so etwas in der Art. Es geht vielmehr um schmutzige Kriegspraktiken!

 

 

Über „Welcome to Oblivion“

„Welcome to Oblivion“ zeigt die dunkle Seite des Krieges. Die Seite, die in der Kriegsprogaganda allzu gern verschwiegen wird. Es geht um einen Gefangenen, der gefesselt auf seine Hinrichtung wartet. Und der könnte jeder von uns sein.

Prinzipiell soll dieses Shooting eine Art „Denk-mal“ sein:

Denk mal erst darüber nach, bevor Du gegen Leute hetzt, die anders sind als Du.
Denk drüber nach, bevor Du Leute unterstützt, die Hass verbreiten wollen.
Denk drüber nach, bevor Du dieselben Fehler machst,  die in der Geschichte der Menschheit schon tausendfach begangen wurden.

Und tu lieber alles dafür, dass wir auf Erden Frieden haben, denn eins ist sicher und das wissen wir aus Erfahrung: KRIEG BEDEUTET NICHTS ALS TOD

 

Welcome to Oblivion?

Wir hatten bereits zwei Weltkriege. Alle wissen insgeheim, dass die Menschheit einen dritten Weltkrieg nicht überleben wird. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass einige auf diesem Planeten alles daran setzen, zu diesem Punkt zu gelangen.

Haben wir all das vergessen, was bereits war? Ist es wirklich notwendig, dass wir mal wieder glauben, dass unsere eigene Nation „zuerst kommt“ weil wir „über allen anderen stehen“ ? Ernsthaft?

Wenn es wirklich so sein sollte: Willkommen in der Welt des Vergessens, ihr Leute da draußen! Vielleicht ist die Erde in dem Fall tatsächlich besser ohne uns dran…

(Ich beziehe mich übrigens nicht auf ein bestimmtes Land. Es gehen eine Menge seltsame Dinge auf der ganzen Welt vor sich – was es leider nicht wirklich besser macht, nur weil es der neueste Trend ist)

 

Über die Location

In diesem Shooting stellte ich einen Bezug zu Deutschlands eigener Geschichte her, indem ich eine der Ruinen von Hitlers „Germanischen Thing-Stätten“ als Kulisse hernahm. Ein „Thing“, auch „Ding“ genannt, war ursprünglich eine Volks- und Gerichtsversammlung nach altem germanischen Recht. Formiert wurde es aus den freien Männern einer bestimmten Gemeinschaft. Frauen, Kinder, Fremde oder Sklaven waren nicht zugelassen. Auf einem Thing wurden Streitigkeiten geschlichtet und politische Entscheidungen getroffen. Man kann sagen, es war eine Art frühe Demokratie.

Übrigens: Hitlers so genannten „Thing-Stätten“ hatten de facto wenig zu tun mit dem germanischen Vorbild. In Wirklichkeit war der Name das einzige, was sie mit dem Original gemeinsam hatten!

Ursprünglich wurde ein Thing auf einem Hügel in der Nähe großer, einprägsamer Felsen oder Bäume abgehalten. Hitlers „Thing-Stätten“ hingegen waren inspiriert von griechischen Amphitheatern. Anstatt ein Treffpunkt für demokratische Angelegenheiten zu sein, wollte Hitler damit Eindruck schinden und das deutsche Volk an sein angeblich sooo langes kulturelles Erbe erinnern. Sie sollten ein Ort für Feste und Zeremonien sein. Zu feiern gab es jedoch während des Zweiten Weltkriegs eher wenig…

 

ES GIBT KEIN LEBEN IM KRIEG
Mehmet Murat İldan

 

 

 

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